Wenn selbst die verlässliche Schule nicht mehr verlässlich ist

Gestern kam eine Nachricht von der Schule meiner Kinder.

Die sogenannte verlässliche Schule kann bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr gewährleistet werden. Mehrere Lehrkräfte sind krank, Vertretungen gibt es keine mehr.

Mich hat diese Nachricht nicht überrascht. Nicht, weil ich sie gut finde, sondern weil sie für etwas Größeres steht.

Immer häufiger erleben wir, dass vertraute Systeme an ihre Grenzen kommen- ob in Schulen, im Gesundheitssystem oder in anderen öffentlichen Einrichtungen.

Für mich sind das nicht nur einzelne Probleme. Ich sehe darin die Anzeichen eines größeren Wandels.

Etwa alle 400 Jahre beginnt ein neuer Zyklus. Der aktuelle, von Planung, Sicherheit und kollektiven Strukturen geprägt, geht 2027 zu Ende. Eine neue Epoche folgt: mit mehr Individualität, Eigenverantwortung und neuen Formen des Miteinanders.

Die Nachricht der Schule ist kein Einzelfall. Sie ist ein Zeichen dafür, dass wir mitten in einem Wandel leben. Umso wichtiger wird es, die eigenen Stärken zu kennen und den eigenen Weg bewusst zu gehen.